So eine Hochzeit ist was Tolles. Sagt ja der Name bereits: Hoch-Zeit. Das ist aber natürlich nicht alles. Im Grunde ist es wie Weihnachten auch eine schöne Zeit zum Feiern und eine gute Gelegenheit, sich beschenken zu lassen. Zudem darf man nun auch endlich öffentlich knutschen und irgendwie wartet man ja seit der Pubertät darauf, dass sich auch die Eltern positiv darüber äußern, dass man offenbar einen Weg gefunden hat, mit seiner Sexualität klarzukommen. Nüchtern betrachtet ist eine Hochzeit ja auch heute noch das öffentliche Eingeständnis, miteinander zu schlafen, da kann uns die hinterlistige Mafia aus Hollywoodregisseuren, Süßwarenherstellern und Brautkleiddesignern sonstnochwas erzählen…
Aber neben all diesen schönen Einblicken in sich selbst, seine Familie und die Gesellschaft bieten Hochzeiten natürlich auch das ein oder andere Tief. Man beschäftigt sich auch als Pärchen, das bis dato dachte, irgendwie reicht es zum Leben schon, sich gut zu verstehen, mit obskuren Dingen. Zum Beispiel entdeckt man plötzlich, dass es neben Hosen-, Hemden und Hubraum-Größen auch noch Ringgrößen gibt. Notgedrungen beschäftigt man sich mit Hochzeitsbräuchen – schon um sicher zu gehen, nicht findigen entfernten Angehörigen mit Theologie-Studium neue Nahrung für die Theorie zu geben, man müsste ja eigentlich doch kirchlich heiraten, weil sich die ein oder andere nette Sitte ja sowas von eindeutig an diesem oder jenem Buch des Lebens orientiert…
Außerdem gibt es psychisch wirklich bedenkliche Auswirkungen. Als erklärter Bürokratie-Gegner finde ich mich seit Monaten beispielsweise in der misslichen Lage, mich auf einen Amtstermin zu freuen. Und während man die Beziehung möglichst heimlich am Rande einer Party begonnen hat, stellt man sich plötzlich bei einer solchen ins Rampenlicht. Man muss sich mitunter daran gewöhnen oder einfach hoffen, dass man das irgendwie hinkriegt.
Das alles ist aber nichts gegen die Aufgabe des eigenen Namens, so man diese Option wählt. So kann es dann kommen, dass einem ein paar Tage vor dem fraglichen Termin plötzlich aufgeht, dass man ja in naher Zukunft eine neue Unterschrift braucht. Mit viel Glück erwischt es dann nicht die Tapete, sondern nur einen Block…
Aber wie man sieht: Die Vorbereitungen erreichen nun langsam auch die letzten Winkel… 🙂
Und dann die ganzen Mitteilungen an Versicherungen, Vertragspartner etc. um die Namensänderung bekannt zu geben…
@Der Maskierte:
Ja, das wird dann eine echt riesige Aktion. Wir als Netzbürger haben natürlich auch gleich gedacht:
„Boah, Fuck! Neue Mailadresse!“ 🙂
Hihi, solche Zetel kenne ich von meiner Holden auch 🙂
Hm,
Ozie könnte doch einfach ihren Nachnamen behalten. Und schon habt ihr das Problem gelöst …
Viel schlimmer ist ja: Eure Vornamen beginnen mit dem gleichen Initial. Also nix mehr mit der heimlichen Porn0-Bestellung. Denn die könnte ja auch an die Holde gehen … 😉
@Chris:
Naja, war zu erwarten, dass das kein Einzelfall ist 🙂
@ednong:
Sicher könnte sie. Aber solche Entscheidungen trifft man dann ja doch nicht der neuen Unterschrift wegen…
Hm,
was gibt denn dann den Ausschlag, den Namen zu wechseln?
DSDSU – Deutschland sucht die Super-Unterschrift 😀
Ich würde die Versionen aus der unteren rechten Ecke favorisieren 😉
rechte untere ecke, ganz klar, würd‘ ich auch sagen… 🙂
@ednong: Eine Münze. 😉